Viele Ernährungswissenschaftler betonen besonders die gesundheitlichen Vorteile von grünem Blattgemüse. Auch in Europa -inklusive der Schweiz- ist die Bekanntheit von Federkohl, Cavolo Nero und Mangold in den letzten Jahren gestiegen. Viele fragen sich nun aber: Was macht man denn eigentlich damit? Und wie integriere ich diese Lebensmittel in meinen täglichen Speiseplan?

In diesem Artikel habe ich euch die bekanntesten Blattgemüse aufgelistet, die in der Schweiz und Umgebung erhältlich sind,  inklusive Ideen für die Zubereitung und Angaben über die Inhaltsstoffe. In Klammern seht ihr auch, wann sie Saison haben.

 

#Federkohl (Jan-Mar, Aug-Dez):

In den letzen Jahren stark an Popularität gewonnen, ist er besonders aus der Küche von Gesundheitsbewussten Essern nicht wegzudenken. Kein Wunder, denn Federkohl hat einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C, A und K. Ausserdem ist er ein guter Eisen und Eiweisslieferant sowie reich an Antioxidantien.

Federkohl ist die perfekte Zutat in grünen Smoothies/Säften und eignet sich ebenfalls für deftige Eintöpfe, da er aufgrund seiner robusteren Textur auch längere Garzeiten gut übersteht. Trotzdem, Federkohl lieber gen Ende der Kochzeit zugeben, damit noch Nährstoffe erhalten bleiben. Auch in Salaten schmeckt Federkohl sehr lecker, man muss ihn vorher aber mit dem Dressing massieren. Ja ihr habt richtig gelesen: Federkohl vom Stiel befreien, klein schneiden, Dressing (Vinaigrette, Tahinisauce etc.) darüber und mit den Händen gute 2-3 Minuten massieren bis er etwas zerfällt. Dann die restlichen Zutaten hinzugeben. So ist er einfacher zu kauen und bekömmlicher. Aus Federkohl lassen sich aber auch feine Chips  kreieren.

Falls ihr einen glattblättrigen Kohl findet, könnt ihr ihn kurz blanchiert als Wrap verwenden. Ich fülle sie meistens mit einem Kichererbsensalat und rolle sie auf wie eine Frühlingsrolle.

 

#Spinat (Mar-Dez):

Jeder mag Spinat, oder nicht? In der europäischen Küche ist er bereits etabliert – sei es als Zutat in Quiches, als Füllung in Maultaschen/Tortellini oder in seiner juvenilen Form als Salat. Spinat passt aber auch dank seines mild-süsslichen Geschmacks hervorragend in Smoothies und wird leicht angebraten mit etwas Olivenöl und Knoblauch zu deiner Leibspeise. Jungspinat lässt sich besonders einfach in fast jedes Gericht integrieren. Er passt hervorragend ins Risotto oder zum Linsenragout. Nicht vergessen; Jungspinat immer erst zum Schluss beigeben, so bleiben die Vitamine ( Vitamin C, B9 & E) noch weitgehend erhalten. Leicht angebraten mit Sesamöl, Soyasauce und Knoblauch ist er auch ein toller Begleiter zu Tofu.

 

#Krautstiel a.k.a. Mangold (Mar -Okt):

silverbeet-2443126__340Im englischen Swiss-chard genannt dachte ich lange Zeit, dass der Krautstiel eine einheimische Pflanze der Schweiz sei. Auch wenn sie in einigen traditionell schweizerischen Gerichten eine wichtige Zutat ist (z.Bsp. Capuns), hat er seinen Ursprung im Mittelmeerraum. Er besticht durch seine grossen saftigen Blätter und seinem leicht erdigen Geschmack. Die Stiele und das Blattgrün sollte man seperat zubereiten, die Stiele besitzen nämlich eine längere Garzeit.

Das Blattgrün kann eigentlich wie Spinat zubereitet werden und enthält neben Balaststoffen auch Carotin und Vitamin C. Toll finde ich ihn leicht sautiert auf Rösti oder in Kombination mit Spätzle (vegan of course) aber auch roh in Salaten. An einer kräftigen Vinaigrette schmecken auch die Stile ungekocht und in feine Streifen geschnitten sehr gut. Am liebsten mag ich die Stiele aber ganz und gedünsted an einer Mandelsahne-Sauce – also eher traditionell.

 

#Radieschenblätter (ganzjährig), Kohlrabiblätter (Apr-Nov) etc.:

Ich schüttel regelmässig den Kopf, wenn ich sehe das Leute die Blätter von Radieschen und Co. wegwerfen. Die Blätter enthalten meistens mehr Nährstoffe (unter anderem Vitamin C) als die Knolle und schmecken wirkich hervorragend würzig! Unbedingt aufbewahren und in Smoothies mitmixen oder Salaten beigeben.

Für die unter euch, die nicht gerne hinter dem Herd stehen, ist die Zubereitung von Blattgrün in Smoothies oder Salaten am einfachsten. So kann man auf sehr einfache Weise die Menge an Blattgrün in seiner Ernährung erhöhen. Im Winter bietet es sich natürlich an, aus Blattgrün Suppen zuzubereiten. Hierführ muss man nur eine Zwiebel in etwas Öl anschwitzen, die Blätter beigeben, mit Bouillon aufgiessen, gar kochen, pürieren und mit etwas Zitronensaft abschmecken. Leichter geht es kaum.

 

 

Titelbild: Nora DalCero
Weitere Bilder von Pixabay.com

 

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